SafeUAVnav – Sichere Navigation und Lokalisierung von UAVs in GNSS-denied Umgebungen
15. Januar 2026
Das Verbundvorhaben SafeUAVnav verfolgt das Ziel, die Präzision, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Eigenlokalisierung und Navigation von unbemannten Luftfahrzeugen (UAV) auch in Umgebungen sicherzustellen, in denen satellitengestützte Navigationssysteme (GNSS) gestört oder nicht verfügbar sind. Durch die Entwicklung und Integration eines Multi-Hybrid-Sensorsystems, das die Komponente Inertialmesssystem mit optischen, funkbasierten und weiteren Lösungen kombiniert, sollen neue Standards für die sichere Navigation von UAVs gesetzt werden.
Ein besonderer Fokus liegt dabei – neben weiteren Anwendungsszenarien – auf dem maritimen Bereich, der für visuelle Navigationsverfahren nur eine begrenzte Anzahl an charakteristischen Merkmalen zur Ortung bietet und somit eine besondere Herausforderung für eine zuverlässige Positionsbestimmung darstellt.
Das Projekt trägt dazu bei, die Luftfahrt im Bereich UAV sicherer zu machen und die Integration von UAVs in den europäischen Luftraum zu ermöglichen sowie dabei mögliche Konzepte (z.B. im U-Space) voranzutreiben.
Projektpartner
- iMAR Navigation GmbH (Konsortialführer)
Ziele des Verbundvorhabens SafeUAVnav
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Entwicklung einer robusten Navigationslösung für UAVs in GNSS-denied-Umgebungen (z. B. bei Beeinträchtigungen durch Jamming oder Spoofing)
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Erprobung und Validierung eines Multi-Hybrid-Sensorsystems auf verschiedenen Testplattformen (UAV, Schiff)
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Demonstration der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Lösung im Onshore- und Offshore-Bereich
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Beitrag zur sicheren Integration von UAVs in den europäischen Luftraum (U-Space)
Das Vorhaben ist gefördert im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo VII-1 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
Teilvorhaben der iMAR Navigation GmbH
Die iMAR Navigation GmbH tritt in dem Projekt SafeUAVnav als Konsortialführer auf und bringt ihre jahrzehntelange Expertise im Bereich der inertialen Messtechnik und der Sensordatenfusion dieser inertialen Daten mit externe Stützsensoren ein. Unser umfangreiches Know-how im Bereich der Entwicklung erstreckt sich weiter über die Bereiche Produktion (als EASA Part 21G zugelassener Betrieb), Instandhaltung und den Support dieser Systeme.
Das durch iMAR Navigation bearbeitete Teilvorhaben konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:
- Administrative und organisatorische Gesamtverantwortung
- Bewertung der regulatorischen Anforderungen und Genehmigungsverfahren eines solchen Sensorkonzepts im Bereich der Luftfahrt
- Herausarbeiten möglicher Szenarien und die daraus resultierenden, geeigneten Sensorkonzepte zur erfolgreichen Positionsbestimmung und zur Navigation bei GNSS-denied Szenarien
- Hardware-, Firmware- und Datenfunsions-seitige Integration der selektierten Stützsensoren in das modulare iNAT (Navigation and Timing) System und Erprobung dieser Integration auf Laborebene.
- Unterstützung bei der Integration der Gesamtsensorlösung in das UAV sowie bei der Durchführung der Testflüge und Flugkampagnen bei FhG IFAM in Cuxhaven und b.r.m. Oldenburg-Hatten
- Auswertung der Flugkampagnen und Bewertung der fusionierten Positions- und Navigationslösung mit der Grundwahrheit (sog. Ground Truth) zur Bewertung der Ergebnisse und zur algorithmischen Optimierung der Datenfusion
Das Vorhaben SafeUAVnav wird gefördert im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo VII-1 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).