
Inertiales Meßsystem zur Vermessung von Pipelines (Inertial Pipeline Surveying Tool)
Pipelines müssen zur Instandhaltung gewöhnlich regelmäßig mit Inspektionsgeräten (sog. Molche) auf Schäden wie Deformationen, Korrosion oder Lecks untersucht werden. Der Positionsbestimmung dieser Inspektionsgeräte in der Pipeline kommt dabei eine erhebliche Bedeutung zu. Durch eine präzise Ortsbestimmung kann der Aufwand der Instandhaltung signifikant reduziert werden, da ein großflächiges Freilegen der Pipeline zur Lokalisierung und Reparatur schadhafter Stellen sehr kostenaufwendig ist, wenn die Position der schadhaften Stelle nur ungenau bekannt ist.
Die präzise Positionsbestimmung eines Inspektions-Tools innerhalb einer Pipeline erfolgt durch den Einsatz von inertialer Navigationstechnik. Dabei wird das Inspektions-Tool mit einem Pipeline-Surveying-Tool (PST) gekoppelt, das aus drei Drehratensensoren (optische Kreisel) und drei Beschleunigungsaufnehmern sowie Meßrädern (Odometer) und einer Signalverarbeitungselektronik besteht. Über die Kreisel werden die Lage sowie der Kurswinkel (Azimut, Heading) des Meßsystems und über die Beschleunigungsaufnehmer und die Odometer die translatorischen Bewegungsanteile bestimmt. Alle Daten werden in einem Kalman-Filter verarbeitet, wobei optional zusätzlich verfügbare externe Stützinformationen in der Prozessierung der Daten berücksichtigt werden können.
In Abhängigkeit von der geforderten Genauigkeit, dem verfügbaren Durchmesser und den Umgebungsbedingungen werden mechanische Kreisel (Driftklasse 0,1...10 °/h), Faserkreisel (0,1...50 °/h), Miniatur-Laserkreisel (1 °/h) oder Standard-Laserkreisel (0,003...0,05 °/h) eingesetzt. Als Beschleunigungssensoren kommen je nach Anforderung Typen mit 100 µg bis 1 mg Bias mit Meßbereichen bis 20 g oder 70 g zum Einsatz.
Die Systeme können aufgrund des modularen Aufbaus an kundenspezifische Anforderungen angepaßt werden. Für eine detaillierte Diskussion Ihrer Anforderungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
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